…hab ich bisher nur mit verfilzten Ökos und Strassenfesten mit brasilischen Topmodels assoziiert. Dass es auch anders geht, zeigt das letzte Wochende im Rahmen der Mission “vernachlässigte Freundkreise aus der Heimat pflegen – Part 1″.
Missionsphasen waren ne Hochzeit ner Grundschulklassenkameradin und ein Trip in ne Gruftidisse in Halle mit nem bereits der Verdammnis anheim gefallenen verheirateten Paar.
Freitag wurde also der IC nach Halle bestiegen, bei Family Beck eingecheckt, ins Auto gehupst und ohne Feindkontakt (Familie wurde erstmal ausgelassen) gleich in Richtung Hochzeit Kurs genommen.Eine Rumpfklasse und ne geschätzte (und vermutlich knapp übertiebene) Hundertschaft anderer Gäste war am Start. Also Braut und Typ von Braut gratuliert, Platz genommen und abgegangen. Rückblickende können folgende Erkenntnisse festgehalten werden:
- “Bräute” um die 30 können auch noch jut aussehn
- Freisaufen is geil
- besoffen macht Fussballspielen bei absoluter Dunkelheit gleich doppelt Spass
- Hinfallen und mitm Kreuz aufm Ball landen tut auch besoffen weh
- ich werde alt
Nachdem Phase 1 knapp überstanden war, stand am Samstag Abend dann Kultur im wunderschönen Halle an. Da Frau Beck sich mit Vorliebe schwarz anzieht und ein Pentagramm aufm Rücken hat, wurde mir kein Pardon gewährt und es ging ab zu den ledertragenden Dauerdepris. Location war schon gewählt, also nix wie hin.
Als wir am Eingang standen fiel uns schon der recht undunkle Kleidungsstil der meist minderjährigen Wartenden auf. Beim Reingehn ham wir dann gemerkt, warum. Auf 2 seiner 4 Floors beherbergte der Laden nämlich ne Crackniggermucke Hip-Hop Veranstaltung. Durch das gottgleich gewählte Layout, waren die Jungs und Mädels meiner Lieblingsjungendströmung gezwungen, beim Floorwechsel oder Klogang durch die Floors der Gruftitruppe zu latschen. Zwei Welten prallten also die ganze Nacht aufeinander. Meine Highlights waren die 14 jährigen Mädels, die sich händchenhaltend an der Domina (inklusive zwei Sklaven im Schlepptau, und das mein ich nich metaphorisch) verbeizwängten und die gleichaltrigen Sidoverschnitte mit uniformen Haarschnitt, Klamotten, Dödel-Basecap, IQ, Alkoholintoleranz und debilen Blick, die versuchten, 120 Kilo-Typen mit “Ich bin Eure Endlösung”-T-Shirt zu provozieren.Tolles Rahmenprogramm, beim nächsten mal gleiche alle in einem Raum abkippen
Die Musik war auch erträglich. Highlight der DJ’s war die Kleene, die dem Druck des, nach In-Extremo und Co. lechzenden Mobs standhielt und stattdessen Tool(!) auflegte um selbst übelst dazu aufm Parkett mit ihrer Posse abzugehn. Yeah!
Also vergleichsweise gut rausgekommen aus der Sache. Danke nochmal an die Gastgeber und Schlafplatzsteller. Dieses WE gibts Part 2 der Mission. Dann gehts nach Besäufnis mit erweitertem Personal in den gleichen Schuppen, diesmal zu scheintoten Demo-Fans. Kai freut sich schon!
07-07-KingKai